Braunfels_Kirche_Georgen_1

Die evangelische Friedhofskirche St. Georgen in Braunfels, einer Stadt im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, ist ein spätromanischer Bau, der im 15. und 17. Jahrhundert mehrfach umgebaut wurde. Bis zum Jahr 1583, als Graf Conrad von Solms-Braunfels (1540–1592) der Gemeinde die Schlosskirche in Braunfels zur Verfügung stellte, diente St. Georgen als Pfarrkirche des Ortes. Das spätromanische Kirchenschiff wurde vermutlich in gotischer Zeit nach Norden erweitert. Im Osten schließt sich ein quadratischer, eingezogener Chor an. Die rechteckige, romanische Seitenkapelle nördlich des Chores, die vermutlich als Sakristei genutzt wurde, besitzt ein gotisches Kreuzgratgewölbe. Chor und Kapelle werden von einem gemeinsamen Satteldach gedeckt, auf das 1857 ein spitzer Dachreiter mit einer Wetterfahne aufgesetzt wurde. Die östliche Giebelseite ist in Fachwerk ausgeführt. Die beiden romanischen Portale an der Südseite besitzen noch ihre mittelalterlichen Eisenbeschläge. Das größere Portal unter dem offenen Vorzeichen wird in das späte 12. Jahrhundert datiert. Es ist in einen Rechteckrahmen gefasst und wird von eingestellten Säulen flankiert. Der Innenraum ist flachgedeckt. Ein spitzer Triumphbogen führt vom Langhaus in den Chor. Den westlichen Abschluss bildet eine schmale Empore. In der Kirche und an der Außenmauer sind zahlreiche Epitaphien und Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. (www.wikipedia.org)