Altenkirchen_Ansicht_1 Altenkirchen_Schwimmbad_1 Altenkirchen_altes_Rathaus_1 Altenkirchen_ev_Kirche_1 Altenkirchen_ev_Kirche_2

Bis zum Jahre 1840 stand eine alte Bonifatiuskirche auf dem Friedhof in Altenkirchen, bis diese wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte. Die heutige Kirche, ein klassizistischer Saalbau mit Ecklisenen und Rundbogenblenden sowie einem Westturm mit Spitzhelm, wurde in den Jahren 1837-1840 von Herzog Adolf von Nassau erbaut. Der Mönchhof Hausen unterhalb des Forsthauses Möttau war frühkirchliches Zentrum Altenkirchens. An seine Stelle trat in den Jahren 1355-1562 die Wasserburg Grebenhausen. Von dieser Anlage sind noch heute geringe Grundmauerreste auf der Insel im Ringweiher erhalten. In unmittelbarer Nähe entstand der "Häuserhof" bis um 1737, der wahrscheinlich schon Wirtschaftshof Grebenhausens und davor Fuldas gewesen ist. Nach Fulda kommt Altenkirchen in den Besitz von Solms (bis 1335), dann wurde der Ort nassauisch (bis 1866), dann preußisch und ab 1974 ein Stadtteil von Braunfels. Ungeachtet der grundherrlichen Verhältnisse hat das Kirchspiel Altenkirchen eine verwirrende Geschichte. Hauptgemeinden waren Dietenhausen (bis 1336), Möttau (bis 1405), Sankt Georgen mit Braunfels (bis 1583, obwohl noch bis 1799 Konfirmationen von Braunfelser Kindern in der alten Bonifatiuskirche stattfanden), Neukirchen (bis 1583) und schließlich Philippstein mit einer überaus wechselvollen Zugehörigkeit. Viel Greul brachte auch der siebenjährige Krieg und größeres Leid das 19. Jahrhundert, wodurch einige Altenkirchener zur Auswanderung nach Amerika und Rußland veranlaßt wurden. 1609 entstand das erste Bergwerk; die letzte Grube wurde 1891 geschlossen. Viele Einwohner übten damals den Bergmannsberuf aus. Der Kern des Dorfes lag in der Flur "Im alten Hof" am heutigen Friedhof. 1832 wurde die Schule erbaut. Die vorherige alte Schule hatte ihren Standort auf dem freien Platz bei dem Pfarrhaus, das bis 1881 im vorderen Bereich des Pfarrgrundstücks stand. Der erste Schulmeister wird bereits 1625 genannt. In Altenkirchen gibt es zahlreiche Vereine, durch die das gesellige Leben in dem schmucken Ort einen hohem Stellenwert erhält. Altenkirchen ist mit rd. 850 Einwohnern ein beschaulicher Stadtteil mit dörflichem Charakter geblieben. Die Gemarkungsfläche beträgt rd. 600 ha.